Die AG Energie von attac Berlin hat sich Ende 2007 gegründet im Rahmen der
bundesweiten Kampagne gegen die Politik der vier großen Stromkonzerne („G4“).
Diese sind nach unserer Einschätzung ein gravierendes Hindernis auf dem Weg zu einer modernen, ökologischen Energieversorgung: Zwar verdienen Vattenfall, e.on und Co. Jahr für Jahr Milliarden, doch bleiben die Investitionen in das Stromnetz weit hinter dem Erforderlichen zurück, so dass sich dieses mittlerweile in einem miserablen Zustand befindet (siehe die Stromausfälle im Münsterland im November 2005).
Dass Jahr für Jahr einer großen Zahl von Haushalten (derzeit ca. 840.000, Tendenz steigend) aufgrund von Zahlungsverzug der Strom gesperrt wird, zeigt ebenfalls, dass die reine Profitlogik in diesem entscheidenden Bereich der Grundversorgung in eine Sackgasse führt.
An einer realen Reduzierung des Stromverbrauchs hingegen haben die G4 selbstverständlich kein Interesse - ohne diese wird jedoch eine tatsächliche ökologische Energiewende kaum zu schaffen sein. Da diese Wende auch eine gewisse Dezentralisierung und damit eine Einschränkung der Marktmacht der G4 bedeuten würde, gehören diese auch im ökologischen Bereich zu den Bremsern.
Diese Überlegungen führen uns zu der Überzeugung, dass mit den derzeitigen wirtschaftlichen Strukturen keine zukunftsfähige Energieversorgung zu machen ist, wie wir sie uns vorstellen:
Um diese zu erreichen, sollte ein erster Schritt die Rückführung der Stromübertragungsnetze in öffentliche Hand sein, um diese vor dem weiteren Verfall zu bewahren. Gleiches gilt darüber hinaus aber auch für Stromerzeugung und -vertrieb. DasZiel ist somit ein gemeinwohlorientierter Energiesektor unter (soweit wie möglich dezentraler) demokratischer Kontrolle.
Flyer der Stromkonzernkampagne "Power to the People!"
In der Ausgabe der tageszeitung (taz) vom 12.01.2010 findet sich ein ausführlicher Artikel über die Arbeit unserer AG.
Organisation der Regionalkonferenz
"Power to the People! - den Stromkonzernen den Stecker ziehen!", 2008
„Krümmelmonster auf Anti-Atom Tour“ – Mobilisierung für die Anti-Atom Proteste 2009, Teilnahme an zahlreichen Protest- und Mobilisierungsaktionen (Großdemo in Berlin am 05.09., Belagerung der Koalitionsverhandlungen, das längste Anti-Atom-Transparent der Welt, Flohmarkt am Mauerpark usw.)
„Bowling for Copenhagen“ – Mobilisierung für die Proteste anlässlich des UN-Klimagipfels in Kopenhagen, 2009 (Aktionsstand beim McPlanet-Kongress, Umweltfestival am Brandenburger Tor, Straßenfest zum 1.Mai auf dem Mariannenplatz usw.)
Fahrt nach Kopenhagen zu den Gipfelprotesten (11. - 13.12.2009; zusammen mit 100.000 Menschen haben wir am 12.12. an der Großdemonstration in Kopenhagen teilgenommen)
Filmabend & Diskussion (19.03.2010; im Anschluß an den Film "Die 4. Revolution - Energy Autonomy" diskutierten wir auf dem Podium mit Claudia Pirch-Masloch, Florian Noto und Jörg Mühlenhoff im Babylon Kino Kreuzberg)
... und vieles mehr
