Die hier aufgeführten sind nicht alle Aktionen, die wir durchgeführt, bzw. an denen wir uns beteiligt haben. Weitere sind zum Beispiel: die Kundgebung vor dem Bundesfinanzministerium am 30.10.2008 und die Vergesellschaftung der Deutschen Bank am 15. 11. 2008
Gemeinsam gegen Erwerbslosigkeit,
Kopfpauschale und Bildungsabbau!
SAMSTAG | 12. JUNI 2010 | 12 UHR
BERLIN | ROTES RATHAUS

Wir beteiligten uns an der Organisation und Durchführung der Demonstration unter diesem Motto, die am Mittwoch, 19. Mai 2010 vom Finanzministerium (Wilhelmstraße/Ecke Leipzigerstraße) zur EU-Vertretung (Pariser Platz) zog.
Demonstrationsaufruf

Aktion anlässlich der Vorstellung des Jahresgutachtens der Wirtschaftsweisen am 13.11.2009,
siehe

Mehrere Banken wurden im Rahmen des "Bildungsstreiks" symbolisch überfallen, um der Forderung, dass Steuermilliarden an das Bildungswesen anstatt an die Bankbesitzer fließen sollen, Nachdruck zu verleihen. Die Filiale der Deutschen Bank am Wittenbergplatz wurde von 70 Aktiven drei Stunden lang besetzt gehalten. Foto: Heidi Zeidler

Infos zum Hintergrund der Aktion:
siehe Fotos (oben und unten): Jakob Huber

Am 22. Februar 2009 trafen sich die Staats- und Regierungschefs der
europäischen G20-Länder im Berliner Kanzleramt, um den kommenden
Weltfinanzgipfel in London vorzubereiten, Pläne zur Rettung der Banken
und die halbgewalkte Regulierung der globalen Finanzmärkte zu
besprechen.
Vor dem Gebäude spielten sich unterdessen dramatische Szenen ab: ein
ca. 500 Jahre altes Wirtschafts- und Finanzsystem brach zusammen und
wurde notdürftig medizinisch versorgt. Kanzlerin Angela Merkel,
Präsident Nicolas Sarkozy sowie Premierminister Gordon Brown leisteten
beherzt Erste Hilfe. Sie verabreichten dem Kranken mehrere
Finanzspritzen, hängten ihn an einen finanziellen Tropf und besorgten
die notwendigsten Mittel energisch bei Erwerbslosen,
ArbeitnehmerInnen, dem Globalen Süden und der Umwelt. Aber der Zustand
des Kranken, der seit seiner Geburt an unheilbaren chronischen Krisen
leidet, verschlechterte sich zusehends. Das Krisenbarometer stieg auf
lebensgefährliche Höhen, mehrfach verlor der Patient das Bewusstsein
und musste durch Elektroschocks wiederbelebt werden. Es half nichts –
der Kapitalismus verschied noch vor Ort, begleitet von den Klängen des
Stückes „Oh fortuna!“ aus Orffs Oper „Carmina Burana“.
Mit unserer Aktion wollen wir gegen die Rettung des Kapitalismus durch
die Staaten des Nordens protestieren. Gelder der Allgemeinheit sollen
nicht heruntergewirtschafteten Banken und Unternehmen in den Rachen
geworfen werden, während sie an anderer Stelle dringend benötigt
werden!