Infobrief EXTRA Klimagipfel Kopenhagen (COP 15) Attac Berlin Dezember 2009

Mit dieser Kurzausgabe des Attac Berlin Infobriefs wollen wir euch aus aktuellem Anlass von den Eindrücken einiger Berliner Attac Aktiven berichten, die anlässlich des Klimagipfels nach Kopenhagen gereist waren.

Dazu die folgenden kurzen Text

i.A. der Infobriefredaktion
mit den besten Grüßen

Der Gipfel von Floppenhagen

Fakt ist: der Klimawandel ist hausgemacht. Seit der industriellen Revolution ist der CO2- Gehalt in der Luft von 280 ppm auf 380 ppm gestiegen. Der höchste Wert seit 800.000 Jahren. Die Folge: die Erdoberfläche heizt sich auf. Seit 1900 ist die Durchschnittstemperatur bereits um 0,8 Grad Celsius gestiegen. Wird weiter gewirtschaftet wie bisher, könnte sich das Erdklima bis 2100 um 5 Grad erwärmen. Dürrekatastrophen und Überschwemmungen bedrohen gerade die Länder in der südlichen Hemisphäre.  Als allgemein anerkannt gilt das 2-Grad-Ziel: um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels wenigstens zu begrenzen, müssten die Treibhausgasemissionen weltweit bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts auf die Hälfte des Niveaus von 1990 gesenkt werden.

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Der  Gipfel von Kloppenhagen

Klimagipfel brutal: Königreich Dänemark ruft Bananenrepublik aus!

Das kleine Land Dänemark hat sich auf die Klimaerwärmung bereits jetzt umfassend vorbereitet. Auch wenn es seinen Besuchern wohl noch keine Lagunen mit Palmenstränden bieten kann, heißt es in Puncto Bürgerrechte bereits jetzt schon „Land unter“. Mit dem größten Polizeieinsatz seiner Geschichte beschreitet Dänemark den Weg zum Polizeistaat. Bereits im Vorfeld der Konferenz sollte deutlich gemacht werden, wie es um die Meinungs- und Versammlungsfreiheit bestellt ist. Just zum Klimagipfel hat das „Lümmelpaket“ das Parlament passiert und bedroht nun friedliche Sitzblockierer mit drakonischen Geldstrafen oder 40 Tagen Haft. Willkürlich dürfen jetzt Aktivisten in Präventivhaft genommen und auf Verdacht 12 Stunden festgehalten werden.

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Sondersendung Klimagerechtigkeit

Anlässlich des Klimagipfels in Kopenhagen startete am 6.12. die erste Pilotsendung des Internet-TV-Projekts Kontext. Zu Gast in der einstündigen Sendung waren Camila Moreno von Friends of the Earth Brasilien und Alexandra Almeida von der Accion Ecoligica in Ecuador, die beide im Rahmen der internationalen Klimakarawane von Genf nach Kopenhagen reisten und dabei in Berlin Station machten; außerdem der international renommierte Klimaforscher Hartmut Graßl, Ines Koburger (Gegenstrom Berlin/Climate Justice Action) und Tina Löffelsend (BUND). Aus England dazugeschaltet war Rob Hopkins, Initiator der Transition Town Bewegung.

Die Sendung, die sich unter anderem mit Klimagerechtigkeit, Klimaschulden und den so genannten „marktbasierten Mechanismen“ beschäftigt, ist im Internet unter www.kontext-tv.de zu finden.