Infobrief Februar 2010

Der Infobrief meldet sich zurück aus der Winterpause!

Auch im Jahr 2010 gibt es wieder jede Menge über geplante Aktionen, Veranstaltungen und Neuheiten aus attac Berlin zu berichten.

Zukünftig soll der attac Berlin Infobrief auch denjenigen zugänglich gemacht werden, die keinen Internetzugang besitzen.

Wer den Infobrief per Post erhalten möchte, meldet sich einfach im attac Berlin Büro ( Öffnet internen Link im aktuellen Fensterhttp://attacberlin.de/ueber-attacberlin/buero/ ) oder unter infobrief(at)attacberlin.de

Zusätzlich wird der Infobrief beim Plenum ausliegen.

Hier die Themenauswahl

  • Veranstaltung am 19. Februar. : Krisen - Kämpfe - Kooperationen- Chancen für soziale Wege aus der Krise?
  • Kein Soldat mehr nach Afghanistan: Demo am 20. Februar
  • Dresden 13. Februar : No Pasaran – Nazis einfach stehen lassen!
  • Gruppenvorstellung der neu gegründeten AG Bildung
  • Energiewende im Kino: eine Aktion der Energie AG
  • AG Finanzmärkte: Retter oder Verräter?
  • Den Atomkonzernen den Stecker ziehen: Tag der Anti-AKW-Bewegung! 

Krisen - Kämpfe - Kooperationen - Chancen für soziale Wege aus der Krise?

Diskussionsveranstaltung mit:

Roland Tremper, Geschäftsführer von Verdi-Berlin
Martina Basso, Pfarrerin, Mennonitisches Friedenszentrum Berlin
Alexis Passadakis, Attac Berlin
Martina Wasserloos-Strunk, Reformierter Bund in Deutschland, Wuppertal

Moderation: Constanze Kraft - Pfarrerin, Ev. Kapernaum-Gemeinde

Freitag, 19. Februar 2010, 19 Uhr
Ev. Kapernaumgemeinde, Seestraße 35, 13353 Berlin (Nähe U6 Seestr.)


Was bereits im Sommer 2007 begann, wurde spätestens mit dem Kollaps der Lehmann-Bank im Herbst 2008 für alle ersichtlich: die Weltwirtschaft befindet sich in einer massiven ökonomischen Krise, die hier und dort auflodern auflodert, aber sich oft auch ganz unspektakulär wie ein Schwelbrand durch die Volkswirtschaften frisst. Hier droht ein Staatsbankrott, dort fehlen Steuereinnahmen und die Jugendzentren werden geschlossen, oder kaum bemerkt schließt ein kleiner Betrieb und die Beschäftigten stehen auf der Straße.
Man sieht, mit der Krise ist nicht alles neu unter der Sonne, denn das Austrocknen der kommunalen Haushalte gab es schon vorher und weltweit hungerten bisher 860 Mio. Menschen, nun sind es eine Milliarde. Die Weltwirtschaftskrise verschärft Tendenzen, die es bereits vorher schon
gab. Galoppierend nimmt die soziale Desintegration zu – weltweit  und auch in Berlin – während die Banken wieder ihre Kassen klingeln lassen.
Bei der Podiumsdiskussion wird es darum gehen, welche Auswirkungen die Krise auf unterschiedliche Bereiche bisher gehabt hat, welche Reaktionen dies hervorgerufen hat und welche Strategien es für soziale Wege aus der Krise gibt.

Eine Veranstaltung von:
AttacBerlin, Hendrik-Kraemer Haus, Evangelische Kirchengemeinde
Kapernaum
Mehr Infos:
attacberlin.de & www.hendrik-kraemer-haus.de & www.kapernaum-berlin.de
 

Aufforderung an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages:
Kein Soldat mehr nach Afghanistan Truppen raus aus Afghanistan

Kundgebung / Demonstation / Aktionen am Sonnabend 20. Februar 2010 , Beginn 13 Uhr auf dem Bebelplatz neben der Staatsoper Unter den Linden . Hauptredner: EUGEN DREWERMANN.

Der dreißigjährige Krieg muß beendet werden: Von der Revolution 1978 über den sowjetischen Einmarsch und den darauf folgenden Krieg mit über einer Million Toten, dem Krieg zwischenden Mujaheddin danach, die schreckliche Zeit der Taliban, die Bombardierung Afghanistans durch die USA , die bis heute andauernden und vor allem für die Bevölkerung immer verlustreicheren Kämpfe von OEF und ISAF.

Auch mit der Präsidentschaft von Barak Obama hat die Doktrin der Ära Bush / Brzezinski nicht an Bedeutung verloren, die Vorherrschaft des Westens über ganz Eurasien politisch, wirtschaftlich und militärisch durchzusetzen.

Wenn an diesen Planungen der US - amerikanischen und europäischen Geopolitiker festgehalten würde, rückten nach dem Iran nun Rußland ins Fadenkreuz der Geopolitik. Ziel ist ein Zentrum der Staatsgewalt, ein Machtzentrum und ein Entscheidungszentrum. Das ist eine Welt, in der es einen Herrn gibt, einen Souverän. Gemeint ist in den " akademischen " Betrachtungen selbstverständlich diese eine unipolare Macht, die USA.

Europa, also auch Deutschland, käme dabei die Rolle eines Eckpfeilers, einer unter amerikanischer Schirmherrschaft stehenden, größeren eurasischen Sicherheits- und Kooperationsstruktur zu.

Die Abgeordneten des deutschen Bundestages sind aufgefordert, in einer geostrategischen Debatte, dem Souveran, nämlich dem Wähler über die tatsächlichen Hintergründe der deutschen Kampfeinsätze in Afghanistan Einblicke zu gewähren.

Einer Eskalation permanenter Konflikte ohne das Zielfriedlicher Verhandlungslösungen anzustreben, kann nicht zugestimmt werden. Das ist von der Abstimmung im deutschen Bundestag zu erwarten.

Lony Ackermann
Attac Berlin

 

No Pasaran - Nazis einfach stehen lassen!

Kein Naziaufmarsch in Dresden. Gegen viertel vor fünf am winterlichen Samstagnachmittag war es offiziell. Wir haben gewonnen. Die Polizei hatte den massiven Aufmarsch von  Rechtsradikalen in der Dresdner Neustadt nicht ermöglichen können. Die Sicherheit sei nicht zu gewährleisten gewesen. Über Stunden hatten sich einige tausend Aktivisten der Gegendemonstrationen auf eine Auseinandersetzung mit der Ordnungsmacht gefasst gemacht. Und das stundenlange Warten wurde belohnt. Es gelang, sich dem „Gedenkmarsch“ der Nazis erfolgreich in den Weg zu stellen.

Der Erfolg der Aktionen ist vor allem der guten Organisation zu verdanken. Die Bündnisse „Dresden Nazifrei“ und „No pasaran“ hatten es verstanden, nicht nur erfolgreich bundesweit über 12.000 Menschen anzulocken und bei nasskaltem Wetter auf den Straßenkreuzungen der Dresdner Neustadt auszuharren. Sie haben es auch vermocht, die dezentral aufgestellten Blockaden so geschickt zu koordinieren, dass ein Durchkommen für den braunen Spuk einfach nicht möglich war.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterHier der Bericht von Jens- Martin Rode... 

 

Tellerrand - Globalisierung verstehen und mitgestalten - die neugegründete AG Bildung stellt sich vor

Die Vermittlung der Zusammenhänge zwischen der globalen Wirtschaftsordnung, politischen Handlungsspielräumen, ökologischen Faktoren und individuellen Konsumentscheidungen sollte in der Schulbildung eine große Rolle spielen. Es ist wichtig, dass vor allem junge Menschen sich dieser Probleme und Wirkgefüge bewusst sind und sich den Gegebenheiten nicht machtlos ausgeliefert fühlen. Genau da möchte die neu gegründete AG Bildung aktiv werden.
 
Wir wollen Unterrichtseinheiten und Attac-Workshops konzipieren, um sie in Schulen selbst durchzuführen oder in Kooperation mit Lehrkräften deren Umsetzung anzuregen. Es sollen Kernpunkte des derzeitigen Wirtschaftssystems, die damit einhergehende internationale Verteilung des Wohlstands und der Lebenschancen sowie die politischen Handlungsmöglichkeiten der Staaten untersucht werden. Dabei sollen die Vorstellungen der Schüler von einer fairen Organisation der globalen Wirtschaft und des Zusammenlebens auf diesem Planeten betrachtet und erörtert werden.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMehr Infos gibts hier...

 

Ein anderes Kino ist möglich: die "4.Revolution" von Carl Fechner

Globalisierungskritik im Kino: Nach „Let’s make money“ und „We feed the world“ gibt es nun einen weiteren Hingucker aus dem Hause des Delphi – Filmverleihs. Der von Carl A. Fechner (Buch, Regie und Produktion) konzipierte Dokumentarfilm „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ steht für eine Vision.

Die 4. Revolution“ hat Potential und eignet sich hervorragend als Einstieg in die Thematik. Deshalb wird auch Attac den Film unterstützen und bei den Events rund um den Filmstart dabei sein. Das Produktions-Team lädt darüber hinaus die Mitglieder von Attac ein, sich den Film ab dem Kinostart am 18. März 2010 zum „Werkzeug“ zu machen und ihn programmatisch in eigene Aktionen, Kampagnen und Veranstaltungen einzubinden. Er soll eine Plattform bieten für alle, deren Engagement sich ganz oder teilweise mit der thematischen Bandbreite des Films deckt.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterMehr Infos gibts hier...

 

Retter oder Verräter? Hat das Parlament mit der Rettung der Banken die Demokratie verraten?

mit Hans-Christian Ströbele (MdB)
und Andreas Fisahn (Jura-Professor)

Das Gemeinwesen wird durch die Stützung der Banken schwerwiegenden und kaum kalkulierbaren finanziellen Belastungen ausgesetzt. Wie, von wem und unter welchen Bedingungen wurden die Entscheidungen getroffen, die Banken in dieser Form zu stützen? Viel Kritik entzündet sich daran, wie sehr sich gerade das Parlament im Zuge der „Bankenrettung“ selbst entmachtet hat bzw. entmachten ließ. Das Gesetz zur Einrichtung des Bankenrettungsfonds SoFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung) – eines Schattenhaushalts von 480 Mrd. Euro – wurde innerhalb einer einzigen Woche im Oktober 2008 geschrieben und durchs Parlament gebracht. Seitdem sind an den Entscheidungen, welche Banken unter welchen Bedingungen vom SoFFin Mittel bekommen, keine Vertreter des Parlaments mehr beteiligt.

Über die politischen, juristischen und demokratietheoretischen Aspekte der Bankenrettung wollen wir diskutieren mit

Hans-Christian Ströbele, MdB der Grünen und Zeuge der Selbstentmachtung des Parlaments und

Andreas Fisahn, Professor für Öffentliches Recht und Rechtstheorie der Uni Bielefeld und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac.

Montag, 8. März, 19:00 Uhr,
Wirtshaus „Max und Moritz“,
Oranienstr. 162, Berlin-Kreuzberg

Eine gemeinsame Veranstaltung von Attac-Berlin, DGB-Jugend Berlin-Brandenburg, Helle Panke und Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung.
Unterstützt mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

http://attacberlin.de/index.php?id=retter_verraeter

Eine Veranstaltung in Vorbereitung des Bankentribunals von Attac-Deutschland und der Volksbühne Berlin am 9. bis 11. April: http://www.attac.de/bankentribunal

Weiterer Termin:

Do., 25. März - "Generation Prekär" mit Guido Heineck (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung) und Daniel Wucherpfennig (DGB Jugend Berlin-Brandenburg, Bezirksjugendsekretär). Im Rahmen der Kooperationsreihe mit der DGB Jugend. 19 Uhr, IG-Metall-Haus, Alte Jakobstr. 149.
http://attacberlin.de/index.php?id=dgb_attac

 

Den Atomkonzernen den Stecker ziehen - am 24.4.2010 ist der Tag der Anti-AKW-Bewegung

Die AG Energie von Attac Berlin setzt sich für eine konsequente Energiewende auf Grundlage der erneuerbaren Energien ein.

Deswegen lautet das Motto der Stromkonzernkampagne: "Power to the People - den Stromkonzernen den Stecker ziehen!". Wir kämpfen für eine dezentrale, ökologische, konzernfreie und demokratisch kontrollierte Energieversorgung. Von daher rufen wir auf, sich an den zahlreichen Protesten im Jahr 2010 zu beteiligen.

Der 24.04.2010 ist zentraler Anti-AKW-Tag. Am Wochenende vor dem Tschernobyl-Tag gibt es in Deutschland drei Großveranstaltungen! Zum einen wird das Atomkraftwerk Biblis umzingelt. Außerdem gibt es eine Großdemonstration am Atommülllager Ahaus.

Die AG Energie wird sich an der Menschenkette von Brunsbüttel nach Krümmel beteiligen. Dieses wird wohl unbestritten das aufwendigste Projekt der Bewegung. Auf einer Strecke von ca.120 Km werden die beiden Atomkraftwerke miteinander verbunden. Wenn (mit gehaltenen Transparenten) mindestens alle fünf Meter jemand stehen soll, brauchen wir immerhin noch 24.000 Menschen! Soll alle 1-2 Meter jemand stehen, sind es 100.000!

Die Region Berlin mobilisiert in einem Bündnis von verschiedenen Organisationen, welches sich in der nächsten Woche formiert, für einen Streckenabschnitt von 13 Kilometern in der Nähe von Elmshorn. Wir werden uns von der AG aus aktiv in die Organisation dieses Streckenabschnitts einbringen.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterFür eine ausführlichere Stellungnahme der Energie Ag hier klicken...