Entscheidungsfindung in Meetings der globalisierungskritischen Bewegungen
24.06.2010, um 19 Uhr
Die Arbeitsgruppe „Attac-Treff“ lädt ein zum ersten offenen Abend in den neugegründeten „Attac-Treff“, Grünberger Str. 24 in Berlin-Friedrichshain.
In sozialen Bewegungen werden Entscheidungen meistens in fact-to-face Meetings und nach längerer Diskussion getroffen. Aber wie genau laufen diese Prozesse ab? Wie kommt es, dass manche Treffen nicht wie erwartet ablaufen oder die Ergebnisse unbefriedigend sind? Was bedeutet es, einen Konsens zu finden?Christoph hat zwischen 2005 und 2005 etwa 200 Meetings in verschiedenen Zusammenhängen der globalisierungskritischen Bewegungen beobachtet (unter anderem bei Attac Berlin). In seiner Analyse hat er vier verschiedene “Zwänge” herausgearbeitet, mit denen sich die TeilnehmerInnen aller Meetings auseinandersetzen müssen. Die Unterschiede bestehen darin, dass es verschiedene Meetingkulturen gibt. Je nachdem welche Kultur in einer Sitzung hegemonial ist, nimmt die Diskussion einen anderen Verlauf und “Konsens” hat eine andereBedeutung.Diese Ergebnisse möchte Christoph in einem kurzen Vortrag vorstellen und anschließend diskutieren, ob bzw. welche Relevanz seine Überlegungen für die tägliche Praxis von Entscheidungsfindung in Meetings hat.