* Morgen (Mittwoch), 14 Uhr, vor dem Auswärtigen Amt in Berlin
Aktivistinnen und Aktivisten von Noya (Network of young
altermondialists), dem Jugendnetzwerk von Attac,
protestieren am morgigen Mittwoch vor dem Auswärtigen Amt in Berlin
gegen das Einreiseverbot für vier Attac-Mitglieder aus Marokko.
Die Deutsche Botschaft hat Ahmed Rokni, Hassan Bouchra, Majdouline
Benkhraba und Salah Elmaizi, die ab Freitag an der Europäischen
Sommeruniversität (ESU) von Attac in Saarbrücken als Referenten
teilnehmen möchten, die Visa verweigert. Auch nach einem Gespräch der
Vizepräsidentin des Bundestags, Katrin Göring-Eckardt, mit dem
deutschen Botschafter in Rabat lehnt das Auswärtige Amt die Einreise
der vier Globalisierungskritiker weiterhin ab. "Soziale Bewegungen
haben es in Marokko schwer genug. Doch statt sie in ihrem
demokratischen Engagement zu unterstützen, legt ihnen das Auswärtige
Amt noch weitere Steine in den Weg. Das ist Schikane, um offenbar
missliebige Kritiker außer Landes zu halten", sagte Dennis Oelkers von
Noya Berlin. "Wir fordern Außenminister Walter Steinmeier auf, die
undemokratische Entscheidung seiner Behörde zu korrigieren."
Attac-Aktivisten sind in Marokko immer wieder massiven staatlichen
Repressionen ausgesetzt. Nach einer europaweiten Protestaktion wurden
erst kürzlich drei marokkanische Attac-Mitglieder aus dem Gefängnis
entlassen. Der Sprecher der lokalen Attac-Gruppe Sidi Ifni ist
weiterhin in Haft – weil er von seinem Recht auf freie
Meinungsäußerung und Demonstrationsfreiheit Gebrauch gemacht hatte.
Die für eine Bildberichterstattung gut geeignete Protestaktion beginnt
um 14 Uhr vor dem Auswärtigen Amt in Berlin (Werderscher Markt 1).
Für Rückfragen:
* Dennis Oelkers, Noya Berlin, Tel. 0179 - 479 0702