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UmFAIRteilen!

Die AG Finanzmärkte und Steuern beschäftigt sich derzeit schwerpunktmäßig mit den Themen Umfairteilen und mit Steuerflucht durch transnationale Konzerne.

In den nächsten Wochen wollen wir uns verstärkt mit den Steuertricks großer Konzernen beschäftigen und dabei laufende Politikmaßnahmen und ihre Alternativen in den Blick nehmen.

Zum Beispiel Starbucks

0 % Körperschaftssteuer seit 2005

Sie nennen es gerne „Steueroptimierung“: die Transnationalen Konzerne (TNK) zahlen weltweit kaum noch Steuern. Dabei nutzen sie die Schlupflöcher, die z.B. in Europa durch die Duldung, ja Förderung von Steuerwettbewerb entstanden sind.

Starbucks tummelt sich dabei eher auf den hinteren Rängen, was den Umsatz und somit absolute Zahlen bei der Steuervermeidung betrifft: die Giganten heißen Apple, Microsoft, Amazon, aber auch Ikea mit 2-5%. Irgendwo im Mittelfeld rangieren die deutschen Konzerne: Deutsche Bank, BASF, die großen Energieunternehmen, VW. Zum Vergleich: kleine und mittlere Unternehmen zahlen bei uns ca. 15% Körperschaftssteuern, dazu ca. 15% Gewerbesteuern - macht üppige 30%.

Starbucks sind indes Spitzenklasse in der Disziplin „Gewinne wegzaubern“: sie haben es geschafft, dass zum Beispiel 2011 bei 117 Millionen Umsatz in Deutschland 0 € Körperschaftssteuern entrichtet wurden – es wurde sogar ein Verlustvortrag von 5,3 Millionen 'erwirtschaftet'.

Deshalb besuchen wir am Samstag, den 20.9.14, von 11 bis 13 Uhr
eine Starbucks-Filiale in Berlin-Mitte, Friedrichstr. 96 (direkt beim S/U-Bahnhof Friedrichstraße) und verteilen dort Steuer-Kekse und Flugblätter.

Natürlich geht es in unserer Kampagne Konzernbesteuerung darum, diese Schlupflöcher zu schließen, und deshalb ist Adressatin unserer Forderungen auch wesentlich die Europäische Union mit ihrem (noch!) Fetisch des Wettbewerbs. Und die Bundesregierung, die das nicht nur besonders eifrig verficht, sondern Gegenmaßnahmen auf EU-Ebene gerne ausbremst. Letztlich aber hilft nur eine Gesamtkonzernsteuer (Unitary Taxation – Näheres jetzt auch in der deutschen Wikipedia), sprich: künftig die Konzerne dort zu besteuern, wo sie die Gewinne erwirtschaften, damit das Hin- und Herschieben von Kosten zwecks Steuervermeidung aufhört.

Wir werden jedoch auch immer wieder konkrete TNKs besuchen, denn die sind alles andere als unschuldig: sie beschäftigen mittlerweile eine wahre Armada von auf Steuertricks spezialisierten Kanzleien wie PriceWaterhouseCoopers, KPMG, Deloitte und Ernst & Young. Doch auch die haben lokale Dependancen.

Neben der Kampagne Konzernbesteuerung beschäftigt sich die AG Finanzmärkte selbstredend auch mit dem drohenden Transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP).

Wer sich dort engagieren möchte: zu TTIP trifft sich regelmäßig eine Adhoc-Gruppe im Attac-Treff, Grünberger Str. 24 / Friedrichshain.

Für die LiebhaberInnen von Satire empfehlen wir die attac-Seite    www.sparbucks.de


Fast noch lustiger: die offizielle Website von Starbucks – ein schönes Stück Realsatire, besonders die Rubrik „Wir über uns“ - viel Spaß!!