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Wachstum und Krise

Die multiple sozial-ökologische Krise unserer gegenwärtigen Produktions- und Lebensweise ist mit technologischen und ökonomischen Mitteln nicht zu bewältigen. Da eine vollständige Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch dauerhaft nicht möglich ist, kann es kein unendliches Wachstum mit endlichen Ressourcen geben. 

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Prekäre Arbeitsverhältnisse nehmen als Folge einer an Profit orientierten Beschäftigungspolitik zu. Die Aufnahmefähigkeit und Verwertungsmöglichkeiten der Realwirtschaft für Kapital ist geringer als das Kapitalangebot. Als Folge kommt es zu spekulativen Blasen, die in schweren wirtschaftlichen Krisen münden. Weil versucht wird, die ökonomische und soziale Krise durch eine Steigerung des Wirtschaftswachstums zu lösen, bestimmen wirtschaftliche Zwänge zunehmend staatliches Handeln. Zusätzliches Wachstum führt anders als früher nicht mehr zur Entschärfung, sondern zur Verstärkung der sozial-ökologischen Krise.

Die Krisenlösung durch Wachstum scheint an ihr Ende gekommen zu sein. Nach unserer Überzeugung benötigen wir einen sozial-ökologischen Umbau unseres Wirtschafts- und Gesellschaftssystems hin zu einer solidarischen Postwachstumsökonomie. Dies bedeutet, dass die Grundpfeiler dieser Gesellschaft wie die einseitige Orientierung von Unternehmen am Profit, das „immer mehr haben wollen müssen“ (Uta von Winterfeld) oder die zunehmende Kommerzialisierung aller Lebensbereiche in Frage gestellt werden. Im Laufe dieses Transformationsprozesses werden die Menschen neue Freiheiten gewinnen; der Druck, innerhalb dieses Systems zu funktionieren, entfällt.

Mehr zum Thema findest du im Postwachstums-Blog und im Degrowth-Portal.

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