Direkt zum Inhalt

Panafrikanismus von Unten

Dateien von der Infoveranstaltung zu europäischer Afrikapolitik

20190608_africa_poster_reichstag.jpg
freihandelsabkommen_kurz.pdf, von andreas

Oben seht Ihr die Folien des Vortrages von Helga Reimund auf der Veranstsaltung am 8.06,

Außerdem empfehlenswert: Der Beitrag "Eine neue 'Partnerschaft' der EU mit Afrika?" von Claus-Dieter König, erschien nur Online auf der Website der RLS

 

 

 

 

 

Den Reichtum Europas würde es ohne Afrika nicht geben. Mit der heuchlerischen Rhetorik der „Entwicklungshilfe“ und des „Infrastrukturaufbau“ haben die europäischen Kolonialmächte oft in brutalster Weise die Naturressourcen des Kontinents geraubt und Menschen dort unterdrückt. Die Staaten Afrikas sind heute offiziell unabhängig aber der Kolonialismus ist lange nicht vorbei: die alten Strukturen und Abhängigkeitsverhältnisse sind weiterhin geblieben. Als weitaus stärkerer Verhandlungspartner ist Europa in der Lage, politische Beziehungen mit Afrika nach eigenen Interessen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und den Kontinent weiterhin auszubeuten. Durch wirtschafts- und finanzpolitische Maßnahmen behindern die europäischen Länder bis heute die selbstbestimmte Entwicklung des Kontinents.

 

Einer der wesentlichen Gründe für die „Unterentwicklung“ der Ländern des frankophonen Afrikas ist die Währung Franc-CFA: Sie wurde im Jahr 1945 in den Kolonien Frankreichs eingeführt und ist bis heute ein Überbleibsel des alten Kolonialregimes. Die CFA-Länder sind ihrer Möglichkeiten beraubt, eine eigene Wirtschafts- und Entwicklungspolitik zu betreiben, da sie nur sehr beschränkt auf ihre eigenen Finanzmittel zugreifen können. Heute mit ihrer Währung an den Euro gekoppelt, sind diese Staaten weiterhin den europäischen Staaten und der Eurofinanzpolitik ausgeliefert – obwohl die Erfordernisse für afrikanisches Wirtschaften und Gestalten ganz andere sind, als die der gesättigten Märkte in Europa.

 

Desweiteren verhindern unfaire Handelsverträge mit der EU die selbstbestimmte Entwicklung von Handel und Produktion in den afrikanischen Ländern. Die von der EU aufgedrückten Freihandelsabkommen EPAs (economic partnership agreements) drohen vor allem die Existenz lokaler Kleinbauern zu zerstören, da sie mit den hochsubventionierten Agrarprodukte aus Europa nicht konkurrieren können. Wieder verwenden die europäischen Staaten die alte Rhetorik von „Hilfe für Afrika“ - jetzt durch Freihandelsabkommen. Jedoch nützen solche Abkommen nur den wirtschaftlich stärkeren „Partner“ und verursachen Arbeitslosigkeit und weitere Schuldenfallen für die schwächeren.

 

Auf diese zwei Instrumente der europäischen Afrikapolitik möchten wir am 08. Juni in zwei Sitzungen näher eingehen.

 

Darüber hinaus freuen wir uns über alle InteressentInnen, die mit uns zusammen tun möchten um über die heutigen „postkolonialen“ Strukturen zwischen Europa und Afrika zu diskutieren und weitere Aktionen und Veranstaltungen zu organisieren. Bei der Veranstaltung möchten wir unserer Vorhaben kurz näher präsentieren.

 

Alle sind herzlichst eigeladen. Eintritt ist frei. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Übersetzung statt.

 

 

14:00 Uhr:

Franc-CFA

• Was ist der Franc-CFA?

• Wie trägt er zu der Misere in Afrika bei?

 

Pause 30 min

 

16:00 Uhr:

EPAs (economic partnership agreements)

mit der AG gerechter Welthandel, attac Berlin

• Was sind die EPAs?

• Was ist der letzter Stand der Verträge?

• Zukunftsprognosen: wie hindern diese Vertäge die

selbstbestimmte Entwicklung der lokalen Ökonomien?

 

Veranstaltet von: Bruno Watara und Freund*innen im Zusammenarbeit mit der AG Gerechter Welthandel von attac Berlin

____

 

Réunion d‘information sur la politique européenne à l‘égard de l‘Afrique

le 8 juin, 14 h 00 au Regenbogenkino - Lausitzer Str. 22, Berlin-Kreuzberg

DLa richesse de l‘Europe n‘existerait pas sans l‘Afrique. Avec la rhétorique hypocrite de l‘“aide au développement“ et du „développement des infrastructures“, les puissances coloniales européennes ont souvent volé brutalement les ressources naturelles du continent et y ont opprimé les populations.  Aujourd‘hui, les États africains sont officiellement indépendants, mais le colonialisme n‘est pas terminé depuis longtemps : les anciennes structures et dépendances sont restées. En tant que partenaire de négociation beaucoup plus fort, l‘Europe est en mesure d‘établir et de maintenir des relations politiques avec l‘Afrique selon ses propres intérêts et de continuer à exploiter le continent. Par des mesures de politique économique et fiscale, les pays européens continuent d‘entraver le développement autodéterminé du continent.

 

L‘une des principales raisons du „sous-développement“ des pays d‘Afrique francophone est la monnaie Franc-Franc-CFA - Franc des Colonies Françaises d’Afrique :  introduite déjà en 1945 et vestige évident de l‘ancien régime colonial. Les pays de la FCA sont privés de leur capacité à mener leurs propres politiques économiques et de développement car ils ont un accès très limité à leurs propres ressources financières. Aujourd‘hui rattachés à l‘euro, ces États sont toujours à la merci des États européens et de l‘euro - bien que les exigences pour les économies et les formes africaines soient très différentes de celles des marchés saturés en Europe.

 

En outre, des accords commerciaux déloyaux avec l‘UE empêchent le développement autodéterminé du commerce et de la production dans les pays africains. Les accords de libre-échange (APE) imposés par l‘UE (accords de partenariat économique)  menacent de détruire les petits exploitants agricoles locaux en particulier, car ils ne peuvent concurrencer les produits agricoles européens fortement subventionnés. Les Etats européens utilisent à nouveau la vieille rhétorique de l‘“aide à l‘Afrique“, aujourd‘hui par le biais d‘accords de libre-échange. Toute fois, de tels accords ne profitent qu‘aux partenaires économiquement plus fort et ne font qu‘aggraver le chômage et les pièges de l‘endettement pour les plus faibles.

 

Nous aimerions discuter plus en détail de ces deux instruments de la politique européenne à l‘égard de l‘Afrique lors de deux sessions le 8 juin.

 

En outre, nous sommes heureux d‘accueillir toutes les parties intéressées qui voudraient se joindre à nous pour discuter de la politique „postcoloniale“ actuelle de l‘Afrique.  de discuter des structures entre l‘Europe et l‘Afrique et d‘organiser d‘autres actions et manifestations. Lors de cet événement, nous aimerions présenter nos projets plus en détail.

 

Sentez-vous chaleureusement invités. L‘entrée est gratuite. L‘événement se déroulera en allemand et en français avec traduction.

 

 

14:00 hrs :

Franc-CFA

• Qu‘est-ce que le Franc-CFA ?

• Comment contribue-t-elle à la misère en Afrique ?

 

Pause 30 min

 

16:00 hrs :

APE (accords de partenariat économique)

avec le AG commerce mondial juste, attac Berlin

 

Organisé par: Bruno Watara et ses amis en coopération avec AG “commerce mondial juste”, attac Berlin

 

Was: 
Veranstaltung

Regenbogenkino

Unser Programm ist breit gefächert und spiegelt die Interessen und Vorlieben der KinomacherInnen, eine kommerzielle Ausrichtung der Filmauswahl steht bei uns nicht im Vordergrund. Unser Publikum ist dementsprechend unterschiedlich und hat bei uns sogar die Möglichkeit Filme mit auszuwählen.

Lausitzer Straße 22
10999 Berlin

Nächster AG-Termin

  • PG Gerechter Welthandel (noTTIP)

    PG Gerechter Welthandel (noTTIP)

    Die PG Gerechter Welthandel (noTTIP) trifft sich jeden 2. und 4. Dienstag im Monat um 19:30 Uhr.

    Corona-Beschränkungen - wichtiger Hinweis: wegen der begrenzten Räumlichkeiten, bei einer gewünschten Teilnahme wird es gebeten um Voranmeldung per Mail: nottip@attacberlin.de

    AG-Treffen
    attac-Treff
    Grünberger Str. 24
    10243 Berlin